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Bologna Geschichte Und Kultur, Italien
Die ersten Bewohner von Bologna sind auf die Eisenzeit zurückzuführen (10. Jahrhundert v.Chr.). Vom Ende des 6. Jahrhundert bis zur Hälfte des 4. Jahrhundert wurde Bologna (damals Felsina genannt) von den Etruskern bewohnt und ging danach an die gallischen Boier über. 1919 v.Chr. besiegten die Römer die Gallier, und gründeten längs der Via Emilia die Colonia von Bonomia. Am Anfang lebten nur 3.000 Siedler in Bonomia, zur Zeit des Kaiserreiches waren es schon 10.000. Die Spuren der römischen Stadt sind heute unter der Via Rizzoli und Sala Borsa sichtbar, während zahlreiche Arbeiten aus all den antiken Epochen in dem Archäologische Museum ausgestellt sind.
Im Mittelalter wurde Bologna zu einer freien Gemeinde, ihre Blütezeit ist das 13. Jahrhundert: in dieser Zeit entwickelt sie sich stark, dank der Universität (die älteste in Europa), dem Handel und der politischen Unterstützung von der Kirche; am Ende des 13. Jahrhunderts befand sich Bologna unter den 10 größten Städten der Welt. Während des 14. und 15. Jahrhunderts ist die Stadt mehrmals von dem Kirchenstaat und den Visconti (den Herrschern von Mailand) umkämpft und ein großes Opfer der Bürgerkriege zwischen den aristokratischen Familien geworden. Der Frieden kommt mit der Herrschaft der Bentivoglio, die aber von der zunehmenden Abhängigkeit der Stadt von der Macht der Päpste gezeichnet ist.
Ab 1506 verliert Bologna seine Souveränität und wird für zwei Jahrhunderte von einem Kardinal des Papstes regiert. Die Herrschaft des Kirchenstaates wird 1796 unterbrochen, als das Heer von Napoleon in die Stadt einfiel. Die Güter und die Gebiete der Kirche wurden enteignet und Bologna wurde von einer Industriestadt zur einer großen landwirtschaftlichen Provinz.
1815 schlägt die Restauration des Wiener Kongresses Bologna wieder dem Kirchenstaat zu, aber die liberalen Ideen haben sich da bereits durchgesetzt. Die Stadt beteiligt sich aktiv an den Kämpfen des Risorgimento und 1859 wird sie Teil des neuen italienischen Staates. Zwischen dem 19. und 20. Jahrhundert werden europäische Stadtmodelle angewandt: die Stadt wird mit öffentlichen Gärten und großen Boulevards verschönert. Heute ist Bologna ein großer Industrie- und Kulturpol geworden, so dass sie sogar den Titel Kulturhauptstadt Europas 2000 bekommen hat.
Bilder: © APT Servizi, Regione Emilia Romagna, Comune di Bologna
Autoren:Nozio
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